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Lennart und Adrian sammeln leere Gin Flaschen mit schönem Design und machen daraus Seifenspender. Es gibt verschiedene Aufsätze und seit heute auch die passende Flüssigseife: Die „Gin Tonic Fine Soap“ riecht zum Glück nicht nach Alkohol, sondern nach Chinarinde, Zitrone, Limette, Wacholder und Koriander. Eben nach allem, was den guten Gin Tonic ausmacht. Das Ganze ist inzwischen kein kleines Spaßprojekt mehr, sondern ein richtiges Unternehmen, das die beiden mit Leidenschaft betreiben. Das Label der beiden wurde in Zusammenarbeit mit dem kanarischen Künstler Fernando Álamo entworfen und zeigt eine alte, eingerahmte Zeichnung des Karlsruher Fächers. Der Name des Unternehmens beschreibt seinen ursprünglichen Sinn: Schnaps Idee. Zum Release Date der neuen Seife habe ich den beiden ein paar Fragen gestellt

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Endlich weiß ich, was ich meinen Freunden zu Weihnachten schenke! Lennart und Adrian, zwei sympathische Wahl-Karlsruher mit Liebe zum Longdrink, haben ein Produkt auf den Markt gebracht, das vieles vereint, was ich gut finde: Schönes Design, Umweltbewusstsein, gepflegte Hände, Upcycling, Individualität, Gin Tonic. Die Jungs sammeln leere Gin Flaschen, die auch ich immer viel zu schade zum Wegwerfen finde, und machen daraus schöne Seifenspender. Es gibt verschiedene Aufsätze und seit heute auch die passende Flüssigseife: Die „Gin Tonic Fine Soap“ riecht zum Glück nicht nach Alkohol, sondern nach Chinarinde, Zitrone, Limette, Wacholder und Koriander. Eben nach allem, was den guten Gin Tonic ausmacht. Das Ganze ist inzwischen kein kleines Spaßprojekt mehr, sondern ein richtiges Unternehmen, das Adrian und Lennart mit Leidenschaft betreiben. Das Label der beiden wurde in Zusammenarbeit mit dem kanarischen Künstler Fernando Álamo entworfen und zeigt eine alte, eingerahmte Zeichnung des Karlsruher Fächers. Der Name des Unternehmens beschreibt seinen ursprünglichen Sinn: Schnaps Idee. Zum Release Date der neuen Seife habe ich den beiden ein paar Fragen gestellt.

Hallo Adrian, hallo Lennart! Was habt ihr getrunken, als ihr auf die Schnaps Idee kamt?

Lennart: Das Ganze war eher ein Prozess anstatt ein Geistesblitz. Meine Hausbar ist recht umfangreich und wir haben uns abends dann häufiger einen Drink gemacht und sind beim Thema Flaschendesign gelandet. Als mal wieder eine Gin Flasche leer war, haben wir sie aufgehoben. Normalerweise schmeißt man die aufwendig designten Flaschen ja einfach in den Müll und holt sich die nächste. Dann haben wir in einer befreundeten WG einen Seifenspender aus einer Moskovskaya Flasche gesehen, mit einem Pumpkopf in neon-orange. Das Ganze sah nicht wirklich gut aus, aber wir wussten dadurch, was wir mit unseren leeren Gin Flaschen anstellen wollten. Wir haben unseren Freunden davon erzählt und manche haben uns gefragt, ob sie auch einen haben könnten, und so ergab sich dann die Schnapsidee, das Ganze noch eine Stufe weiterzutreiben und sozusagen in Serienproduktion zu gehen.

Seit wann seid ihr mit den Seifenspendern auf dem Markt und wie hat sich euer Projekt seit dem entwickelt?

Lennart: Man kann sagen, dass wir seit Herbst 2015 wirklich auf dem Markt sind, nachdem wir eine Weile mit Lackierung der Flaschen, den Pumpköpfen und deren Befestigung auf der Flasche experimentiert haben. Weiter und weiter hat sich ein Netzwerk um uns entwickelt. Karlsruher Bars wie der KofferRaum, Carlos’ Cocktail Bar oder das MAPA sammeln Flaschen für uns und helfen uns dabei, die nötigen Flaschen zu bekommen.

Adrian: Mittlerweile haben wir Seifenspender aus den verschiedensten Flaschen in unserem Online-Shop und kooperieren mit Gin-Herstellern, die die Idee witzig und ausgefallen finden und uns unterstützen. Jetzt zu Weihnachten steht ein wichtiger Schritt für uns an, denn wir haben die letzten Monate damit verbracht, eine Gin Tonic Seife zu entwickeln. Die Seife ist sowohl die perfekte Ergänzung zu unseren Seifenspender, als auch ein weiteres Statement: der Gin Tonic ist ein geiler Drink und wir lieben ihn. Wir haben es geschafft, seine typischen Aromen, wie Wacholder, Chinarinde und Zitrusnoten, in Seife einzufangen. Das darf man sich allerdings nicht so vorstellen, als würde man sich mit einem Gin Tonic die Hände waschen, denn das stellen wir uns am Waschbecken nach einer durchzechten Nacht eher unangenehm vor.

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Was macht ihr beiden neben dem Seifenspender-Business?

Adrian: Wie kommst du darauf, dass wir sonst noch was anderes machen? Nein Spaß beiseite, die Schnaps Idee ist natürlich nach wie vor ein Leidenschaftsprojekt von dem wir unseren Lebensunterhalt nicht bestreiten können.

Lennart: Ich habe schon immer in Bars oder Clubs gejobbt. Nach einem BWL Studium in Karlsruhe und einem Job als F&B Manager in einem Hotel, arbeite ich jetzt bei Nick & Nora – einem Fachgeschäft für Spirituosen und Cocktailzubehör. Ich habe also in beiden Jobs den ganzen Tag mit Schnapsflaschen zu tun.

Adrian: Ich bin auch Alkoholiker. Nein, tatsächlich habe ich Marketing in Pforzheim studiert, also sozusagen gleich um‘s Eck. Nach ein paar Jobs in der Konzern-Welt habe ich hier in Karlsruhe bei einem Reiseführer Verlag angefangen, wo ich mich in einem kleinen Team hauptsächlich um die Vermarktung kümmere.

Ihr beide seid ja Wahl-Karlsruher. Wo kommt ihr ursprünglich her und warum habt ihr euch für die Fächerstadt entschieden?

Lennart: Wir sind ja quasi beide Exilschwaben, wenn man so will. Mich hat mein Studium ursprünglich in die Fächerstadt geführt. Ich wurde vorher gewarnt, hier seien alle unfreundlich zu einem… Aber ich muss sagen ich fühle mich mittlerweile sehr wohl und aufgehoben hier in Karlsruhe – meine zweite Heimat sozusagen. Daher auch die Hommage an Karlsruhe auf unserem Seifenlabel.

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Adrian: Lennart und ich kennen uns schon seit der Schulzeit. Wir sind zusammen aufgewachsen. Seitdem er hier ist und ich nicht weit entfernt in Pforzheim gewohnt habe, war ich regelmäßig in Karlsruhe. Nach langer Abwesenheit und vielen Reisen durch Asien hat mich jetzt wie gesagt der Job wieder hierher geführt.

Wo kann man eure Produkte hier in der Stadt kaufen?

Lennart: Die Stadt Karlsruhe hat zu Weihnachten einen Popup Store eingerichtet, wo wir unsere Produkte ausstellen. Im Nick & Nora gibt es die natürlich ebenfalls oder direkt bei uns. Wer nachts das Verlangen nach Gin Tonic Seife hat, kann diese im MAPA kaufen. Zumindest mit der Seife werden wir aber auch bald in vielen weiteren Geschäften in der Stadt vertreten sein. Ansonsten lohnt sich auch ein Blick auf www.schnaps-idee.com, wo alle Produkte bestellbar sind.

Welche sind eure persönlichen Lieblingsflaschen?

Lennart: Eine in der noch was drin ist.

Adrian: Die Niemand Dry Gin Flasche. Warum? Weil sie rosa ist.

Wird es auch eine Moscow Mule Seife geben? Was habt ihr für die Zukunft noch geplant?

Adrian: Wir haben tatsächlich bereits in der Seifenrichtung weitergedacht, ohne zu viel verraten zu wollen. Allerdings ist unsere Seife eine Art Weltneuheit und wir kennen kein vergleichbares Produkt. Daher müssen wir erst mal schauen, wie der Markt darauf reagiert. Sollte es gut ankommen wird das sicherlich nicht der letzte Hautschmeichler von uns sein.

Und was meint ihr – wo kann man hier in Karlsruhe am besten Gin Tonic trinken?

Lennart: Puuhh es gibt hier so viele schöne Fleckchen in Karlsruhe in denen man gut trinken kann. Da hat sich in den letzten Jahren echt einiges in der Stadt getan. Aber meine liebsten Bars sind immer noch KofferRaum, MIAD und Carlos. Aber den besten Gin Tonic trinkt man auf jeden Fall immer unter Freunden.

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Danke für das Interview!

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2 comments
  1. Das ist ja mal eine richtig gute Schnapsidee, wie viel kostet denn so ein Seifenspender und wird es in Zukunft noch andere Flaschen zur Auswahl geben?

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