Dark Light

Nachdem es in letzter Zeit etwas ruhiger auf der Kavantgarde zuging, haben wir jetzt mal wieder was ganz besonderes für euch aus dem Hut gezaubert. Mit einer einfachen Kamera und einem noch einfacherem Mikrofon bewaffnet, haben sich der Redakteur Pulle und der Kameramann Paka im Dienste der Kavantgarde an ein umfangreiches Projekt gewagt. Ein umfassender Videobericht über die ton:art Ausstellung. Die interessante Ausstellung kann man übrigens noch bis einschließlich zum 02.08.09 in der Karlsruher Innenstadt besuchen. Eintritt frei! Heute Abend ab 19 Uhr (Freitag 31.07.09) ist außerdem eine ganz besondere Live-Performance angekündigt. Ein Großteil der Exponate wird zum Einsatz kommen und ein Klangspektakel erzeugen, das seines gleichen sucht. Definitiv der Tipp des Tages – zusammen mit Coco Rosie im Tollhaus. Wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal vorbeigucken. Mehr Infos gibts wie immer im Terminkalender.

Bevor du dir den ganzen Bericht mit den zahlreichen Videos angucken kannst, wollen wir dich noch kurz auf zukünftigen Pläne der Kavantgarde hinweisen. Von nun an wollen wir nämlich verstärkt redaktionelle Videobeiträge veröffentlichen, um damit das Niveau der Kavantgarde auf ein nächstes Level zu bringen und vor allem die relevante Kunst und Kulturszene aus Karlsruhe noch besser präsentieren zu können. Ein paar weitere Beiträge wurden bereits abgedreht und erscheinen hier in den nächsten Wochen. Damit wir hier in Zukunft noch mehr redaktionelle Beiträge präsentieren können, suchen wir jetzt nach engagierten Leuten die Lust haben eine Sendung zu moderieren, Leute auf der Straße zu interviewn, neue Konzepte einzubringen und eigenständig umzusetzen oder einfach nur mithelfen wollen. Wir haben viele interessante Ideen und suchen dafür noch motivierte Leute die Freude und Interesse an Kultur haben und bereit sind die Initiative zu ergreifen um das Kulturleben in Karlsruhe zu verbessern. Aus diesem Grund suchen wir für die Herbstmonate auch wieder Praktikanten. Das Büro der Kavantgarde ist direkt in der Innenstadt und das Praktikum ist sogar bezahlt. Also nichts wie her mit euren Bewerbungen wenn ihr für Herbst noch keine konkreten Pläne habt. Bei Interesse einfach eine Email an kontakt AT kavantgar.de. Wir freuen uns auf eure Interesse.

So, jetzt aber genug palavert. Projektlupe lets go!

Die ton:art wurde von Studenten der Musikhochschule Karlsruhe (Studiengang Musikinformatik) ins Leben gerufen und versucht Musik und Klangkunst interaktiv zu vermitteln. Dabei bietet sie dem Besucher zahlreiche neue Sichtweisen auf Musik und Techniken, indem sie Dinge des Alltags zweckentfremdet und sie zu Musikinstrumenten umfunktioniert.

Die Hauptinitiatoren der ton:art sind Florian Vitez und Daniel Dominguez von der HfM. Außerdem sind noch Matthias Schneiderbanger, Vincent Wikström, Tobias Wächtershäuser, Juan Alzate Romero und Patrick Borgeat in das Projekt involviert und für insgesamt sechs interessante Exponate verantwortlich.

Zunächst ein Videoausschnitt eines Live Konzerts bei dem einige dieser ton:art Exponate zum Einsatz kamen. Anschließend werden die verschiedenen Exponate und deren Entwickler vorgestellt. Viel Spaß!

Installationserläuerungen

Cycleonium
Das Cycleonium erlaubt es dem Besucher durch Muskelkraft und körperliche Anstrengung Klänge zu erzeugen. Ein zum Propeller umgebautes, Rad erzeugt einen Luftstrom der, in Kombination mit einer darunter befestigten Flasche, einen Klang ertönen lässt. Zudem werden die Atemgeräusche und das Geräusch der Kette mit einem Mikrofon abgenommen. Ein auf dem Lenker befestigtes, Mischpult bietet die Möglichkeit die verschiedenen Signale zu verstärken und zu bearbeiten.

Pulse Guitar
Die Pulse Guitar ermöglicht es auch Leuten die bisher wenig bis nichts mit Gitarren am Hut hatten aus diesem Instrument die verschiedenartigsten Töne herauszuholen. Elektronische Schwingspulen die über den Saiten der Gitarre angebracht sind bringen diese in Schwingung. Mit einem Joystick lassen sich die Schwingspulen ansteuern und ein zusätzlich angeschlossenes Effektgerät bietet eine breite Auswahl an Sounds.

li Fluids
Eine Couch, eine Leinwand und ein Gamepad sind die für den Besucher relevanten Bestandteile diese Installation. Das Programm steuert sich dabei wie ein Videospiel, das verschiedene Soundelemente als Flüssigkeit darstellt und bei dem der Benutzer erzeugte visuelle Schwingungen auditiv umsetzt. So ist es möglich spielerisch und durch visuelle Reize unterstützt eigene Musikstücke zu improvisieren.

Meta Sonic In Place
In einem abgesteckten Raum bewegen sich die Besucher mit verschiedenfarbigen Leuchtstäbchen bzw. Schals und erzeugen damit abhängig von ihrer Position Töne und Geräuschfragmente.

Sound Bubbles
Ein einfaches Open Source Computerspiel bot die Grundlage für dieses Exponat. Anstatt mit nervigen Standard Sounds kommt „Sound Bubbles“ (ursprünglich „Frozen Bubbles“) mit, dem Spielverlauf und – geschehen, angepassten Klängen im Gehörgang an und lässt das Spiel zum Instrument werden.

Fahrstuhlmusik 2.0
Weg von einschläfernden Kaufhausrhythmen und hin zum interaktiven Stockwerke-hopping mit individueller akustischer Untermalung.
Über zwei Mikrofone werden die Gespräche der Fahrstuhlgäste abgenommen und mit Hilfe von Software akustisch verändert wiedergegeben.

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