Dark Light

Kolme Kaveria

Karlsruhe hat eine neue Band!

Die Jungs nennen sich KOLME KAVERIA, bewegen stilistisch im Bereich House/Techno/Indie und feiern diesen Freitag (27.09.2013) ihre Live-Premiere im Vanguarde. Bislang kursierten zu diesem Projekt nur ein paar vielversprechende Tracks und Previews auf Soundclound. Heute folgt ein kurzes Video und ein erstes Interview mit der Band. Viel Spaß!

Hallo Kolme Kaveria. Wer seid ihr und was macht ihr?

Basti: Wir sind Lennart, Fabian und Basti. In dieser Konstellation machen wir jetzt schon seit ca. vier Jahren Musik, davon die letzen zwei Jahren ausschließlich elektronische. An unserem aktuellen Projekt Kolme Kaveria arbeiten wir seit gut einem halben Jahr.

Wie sind die Aufgaben innerhalb der Band verteilt? Wer macht was?

Fabian: Basti ist meist für die Rohproduktion, den ersten Gedanken und die Basslines verantwortlich. Ich arrangiere das Ganze dann und kümmere mich um die Details, sowie um Percussions. Lennart ist der Mann an der Gitarre und sorgt für den letzten Feinschliff.

Habt ihr euch aus stilistischen Gründen bewusst gegen einen Sänger oder Sängerin entschieden oder wärt ihr grundsätzlich offen dafür, habt bislang nur keine passende Stimme für euer Projekt gefunden?

Lennart: Naja, eigentlich haben wir mit Basti einen guten Sänger. Bis jetzt kamen wir aber noch nicht dazu längere Texte zu schreiben.

Basti: Deshalb benutzen wir den Gesang in unseren aktuellen Liedern eher als sphärisches Element. Zukünftig haben wir aber vor dem Gesang mehr Platz zu geben.

Nachdem ich mir auf eurer Soundcloud Seite Tracks von euch angehört habe, würde ich euren Sound als melancholisch-düster-tanzbar beschreiben. Wie würdet ihr selber eure Musik beschreiben?

Fabian: Also Melodien, die oftmals melancholisch wirken, spielen auf jeden Fall eine große Rolle. Was du als düster beschreibst würde ich eher als sphärisch bezeichnen.

Lennart: Genau. Das Sphärische gibt unseren Liedern mehr Raum. Wir wollen mit unserer Musik aber auf keine bestimmte Gefühlslage abzielen.

Basti: Das Tanzbare kommt mal mehr und mal weniger zum Vorschein, sollte aber nie im Vordergrund stehen, da wir in erster Linie nicht für den Klub produzieren.

Was oder wer hat euch dazu inspiriert diese Musik zu machen?

Basti: Als wir noch keine elektronische Musik gemacht haben, wollten wir als Band unseren Vorbildern nacheifern. Damals standen wir total auf die Babyshambles und Arctic Monkeys.

Fabian: Nicht zu vergessen: Joy Division !

Lennart: Inspiration kann überall herkommen. Auf Künstler bezogen würde ich Pantha du Prince, Robag Wruhme und die gesamte Innervisions-Crew nennen.

Basti: Auch der Klubbesuch an sich inspiriert mich jedes mal aufs Neue. Prägend war für mich aber dieses Jahr besonders das Nachtdigital Festival in Olganitz.

Fabian: Neben den Klubbesuchen beeinflussen natürlich auch aktuelle Produktionen unsere Arbeiten. Vor allem das Album von youAND:THE MACHINES hinterließ Spuren.

Vor welchem Künstler oder welcher Band würdet ihr gerne mal im Vorprogramm spielen?

Lennart: Mit Christian Löffler an einem Abend zu spielen wäre auf jeden Fall sau fett. Nach seinem Boiler Room Set konnten wir uns letzten Freitag selbst einen Eindruck von seiner Liveshow machen.

Fabian: Mal mit Seth Troxler zu spielen muss auch ganz witzig sein.

Wenn ihr euch 5 Künstler aussuchen könntet, die je einen Remix zu einem Track von euch anfertigen würden, wen würdet ihr euch wünschen?

Lennart: Diese Frage haben wir gemeinsam auch schon diskutiert. Welche waren es nochmal?

Basti: Ich glaube Dixon, Lake People, Tale of Us,Robag Wruhme und noch einer.

Fabian: Mano Le Tough noch.

Was kann man in Zukunft von euch erwarten? Was sind eure Pläne für die nächsten Monate?

Basti: Erstmal abwarten was am Freitag passiert. Wir wollen in dieser Konstellation auf jeden Fall weiter Musik machen. Alles andere steht in den Sternen und das ist auch gut so.

Lennart: Im Moment sind wir echt zufrieden. Die Leute, die unsere Sachen gehört haben, geben eigentlich durchweg positives Feedback. Das spornt uns natürlich auch an weiter zu machen.

Eure Heimat ist Karlsruhe. Die Musik die ihr macht, könnte aber genauso von einer Band aus z.B. Hamburg oder Berlin stammen. Wie steht ihr zu Karlsruhe? Was gefällt euch hier, was stört euch?

Fabian: Ich finde Karlsruhe eigentlich ganz cool. Das Angebot an elektronischer Musik hat sich in den letzten Jahren echt positiv entwickelt, soweit ich das beurteilen kann.

Basti: Mir gefällt an Karlsruhe besonders, dass die Stadt so grün ist. Man kommt mit dem Fahrrad eigentlich überall recht schnell hin und man fühlt sich so gut wie in jeden Stadtteil wohl.

Lennart: Karlsruhe ist halt unsere Heimat. Wer hier Interesse an elektronischer Musik hat wird eigentlich immer schnell fündig, auch wenn das hier natürlich keine Großstadt mit 20 Techno/ House Klubs ist.

Fabian: Vor allem im Bereich Techno gibt es hier echt ein hochkarätiges Angebot, was sich natürlich mal mehr und mal weniger mit meinem Musikgeschmack deckt. Was mich stört ist die Engstirnigkeit von manchen Leuten. Ich habe das Gefühl, dass Techno für manche die einzig akzeptierte Musik zum Feiern ist.

Basti: Was wiederum erfreulich ist, ist, dass es im Gegensatz zu dem ganzen Techno so ein anerkanntes Houselabel wie Big Bait hier gibt.

Am kommenden Freitag feiert ihr im Vanguarde eure Live Premiere. Warum dort und was verbindet ihr mit der Location?

Fabian: Jakob, der Betreiber des Vanguarde, war der erste, der uns konkret unterstützt hat und uns die Möglichkeit gab unsere Ideen live umzusetzen.

Lennart: Das Vanguarde ist für uns am Wochenende eine der ersten Anlaufstationen zum feiern. Dadurch verbinden wir auch viele krasse Erinnerungen mit dieser Location. Und jetzt mit der neuen Anlage wird alles noch viel geiler.

Was erwartet die Gäste am Abend? Warum sollte man diese Nacht nicht verpassen?

Basti: Wir werden viele unveröffentlichte Lieder spielen. Das Ganze ist für uns auch sehr spannend, da wir diese jetzt im Rahmen einer Klubveranstaltung präsentieren werden und so zum ersten Mal die direkte Resonanz eines Publikums zu spüren bekommen werden.

Vielen Dank für das Interview. Viel Spaß am Freitag und weiterhin viel Erfolg mit eurem Projekt!

Neben KOLME KAVERIA treten am Freitag im Vanguarde auch noch FLORAIN EGIN & BRIS LEE BER (SAFE & SOUND) sowie ROBIN BRASS von den SOUS TERRAIN SCHAMANEN auf. Weitere Infos zu der Party gibt es hier!

Frivol Voyage

3 comments
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.