Dark Light
Lange Mähne, schwarz umrandete Augen, Tattoos, Silberschmuck – Sebastian Dracu ist Vollblutmusiker und Rocker durch und durch. Der 24Jährige liebt handgemachten Gitarrensound und bringt bei seinen Shows sehr viel Power und Energie auf die Bühne. Texte und Musik schreibt er selbst. Vor kurzem ist sein aktuelles Album „Rock’n’Roll Vampires“ erschienen, zu einigen Tracks wie zum Beispiel zu „Suicide“ gibt es auch schon Musikvideos zu sehen. Zwischen all den DJs, Producern und Indie Bands wirkt Sebastian Dracu wie ein Paradiesvogel. Wir haben die Chance ergriffen und diesen interessanten Musiker zu einem Interview gebeten.
(c) Ronny Krautz

Lange Mähne, schwarz umrandete Augen, Tattoos, Silberschmuck – Sebastian Dracu ist Vollblutmusiker und Rocker durch und durch. Der 24Jährige liebt handgemachten Gitarrensound und bringt bei seinen Shows sehr viel Power und Energie auf die Bühne. Texte und Musik schreibt er selbst. Neben seinem Studium der Populären Musik und Medien in Paderborn verbringt er die Ferien zuhause in Baden-Baden und die Wochenenden meist auf Bühnen in ganz Deutschland. Vor kurzem ist sein aktuelles Album „Rock’n’Roll Vampires“ erschienen, zu einigen Tracks wie zum Beispiel zu „Suicide“ gibt es auch schon Musikvideos zu sehen. Weitere Videos und auch ein neues Album sind schon in Planung – Sebastian investiert sehr viel Zeit und Energie in seine Musik! Dass er für seine Gitarrenkünste mit dem deutschen Rock&Pop Preis ausgezeichnet wurde ist eine tolle Bestätigung, dass sich die Mühe lohnt. Zwischen all den DJs, Producern und Indie Bands wirkt Sebastian Dracu wie ein Paradiesvogel. Wir haben die Chance ergriffen und diesen interessanten Musiker zu einem Interview gebeten.

Hi Sebastian. Ich freue mich, dass du dir für uns Zeit nimmst! Wie geht’s dir?

Hey! Zurzeit bin ich wieder daheim im schönen Schwarzwald, da geht es mir immer gut!

Beschreib uns doch mal deine Musik…

Naja, viele sagen es wäre “Classic Rock” oder auch “Retro Rock” oder sowas. Ich verstehe das meist als eine Art komisches Kompliment, da für mich die beste Rock Musik aus vergangenen Jahren kommt, die heute eben mal schnell mit dem Begriff “Classic” oder “Retro” verbunden werden. ABER ich würde sagen: handgemachte Gitarren Rock Musik. Roh, wild, dreckig, aber auch mal gerne schön. (lacht)

Warum Rock? Was ist für dich das Faszinierende daran?

Rockmusik is’ Power! Rockmusik ist keine Langeweile und am aller wichtigsten ist, dass Rockmusik kraftvoll ist! Sie bewegt Menschen, mich zumindest. Es hört sich mega kitschig und klischeehaft an, aber es ist ein Lebensgefühl.

Ich kann mir vorstellen, dass man es als Rockmusiker vor 30, 40 Jahren noch wesentlich einfacher hatte… Wie siehst du das?

Das kommt glaube ich darauf an, wie man die Kriterien auslegt und welche Prioritäten man setzt. Kohle-technisch haben die Big Player wie Zeppelin, Hendrix, Stones, Kiss usw. früher bestimmt die besseren Zeiten genossen. Ist dir die Unabhängigkeit wichtiger, bist du heute definitiv besser dran. Du kannst machen was du willst und brauchst weder Label noch Manager, noch musst du dich dem Willen irgendeines Corporate Business beugen wenn du Musik veröffentlichen willst. Fraglich ist auf der anderen Seite dann halt, wie weit du damit kommst… Also es ist schwer da ‘ne Pauschalaussage zu machen. Ich hätte auf jeden Fall Bock gehabt vor 30-40 Jahren am Start gewesen zu sein!

Wenn du dir einen aussuchen könntest – welchen Musiker würdest du gerne mal treffen?

Jimi Hendrix und Frank Zappa. Jimi um mir das Hirn von seiner Geilheit an der Gitarre wegpusten zu lassen und Frank Zappa um mich bei ihm auszuheulen wie schlecht die Welt ist, er hätte mich verstanden! (lacht) Aber wenn wirklich nur einen, dann Jimi.

Wo findest du die Inspiration für deine Texte, und worüber schreibst du am häufigsten?

Ich schreibe tatsächlich meistens über Dinge die ich selbst erlebt habe. Dinge über die ich nicht reden kann oder will und über Dinge die ich, und wenn es das hundertste mal ist, los werden will. Oft benutze ich die Musik als eine Art Beichtstuhl für verschiedenste Dinge: Hass, Liebe, Angst, Spaß.

(c) Ronny Krautz

Du bist Gewinner des deutschen Rockpreises und somit zum besten Gitarristen in Deutschland gekürt worden. Glückwunsch dazu! Wie war das für dich?

Das war ein bisschen überwältigend. Mein Kumpel und ich saßen im Homestudio und sind an ein paar Aufnahmen verzweifelt. Als ich hoch gegangen bin um einen Kaffee zu holen lag der Brief da und als ich ihn aufgemacht habe bin ich ein bisschen durchgedreht. Das war schon krass.

Du studierst auch Populäre Musik und Medien. Warum hast du dich für genau diesen Studiengang entschieden? Hast du schon einen Plan im Kopf, was du nach dem Studium damit machen möchtest?

Naja, es ist zum einen eine Art Absicherung für den ganzen Zirkus und zum anderen hab ich auch Bock neue Sachen zu lernen. An erster Stelle steht eigentlich die Karriere, aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus – und das ist gut!

Ist es schwierig, Musik und Studium unter einen Hut zu bringen?

Da wir viele Konzerte in Süddeutschland hatten war es in den letzten Monaten ein bisschen tricky, und ich hab so viele Stunden in ICEs durch ganz Deutschland verbracht, da ich von Oktober bis Februar in ganz Deutschland auf Tour war. Berlin, Thüringen, Bayern, NRW und dann immer wieder heim nach Baden-Baden und dann wieder weiter… also es geht, aber man muss das schon wollen.

An welches deiner Konzerte erinnerst du dich am liebsten?

Wenn ich mich überhaupt dran erinnern kann (lacht). Um ehrlich zu sein lass ich das noch gar nicht zu, so wirklich an irgendwas zurück zu denken, weil es noch viel zu viel zu tun gibt und viel zu viel vor mir liegt.

Wo bist du in Karlsruhe bisher schon aufgetreten?

Ohje, in Karlsruhe war beispielsweise das Scruffys so eine Station, die hat jeder mal gespielt.
Dann gab es noch eine kleine Bar in der ich vor Ewigkeiten mein Soloprojekt gestartet habe, alleine mit der Akustikgitarre. Da hab ich bestimmt auch 10 bis 20 Shows gemacht. Dann gab es noch das Café Dom, das war auch ‘ne geile Location.
Dann haben wir mal auf der Offerta gespielt und einmal im Karlsruher Hauptbahnhof von Radio Regenbogen aus, das war eine komplette Tragödie. (lacht)

Was verbindet dich allgemein mit unserer Stadt?

Mega viel eigentlich. Karlsruhe war für uns Baden-Badener Kids immer der große Nachbar und wir haben viele, viele Nächte in Karlsruhe durchgemacht! Damals mit 16, also vor 8 Jahren, als es die Katakombe noch gab usw. Dann war ich eine Weile in Karlsruhe auf der Schule und hab sogar am KIT studiert! Beide Experimente sind weniger glanzvoll geendet (lacht) aber das spricht auch schon wieder für Karlsruhe, es war einfach zu viel Party damals. 1000 Erinnerungen an diese Stadt und die meisten davon nur gut!

Und wann ist das nächste Konzert in Karlsruhe geplant?

Eigentlich noch dieses Jahr. Es ist grade alles ein bisschen runter gefahren was Touring angeht, da wir die Entfernung zwischen mir und meiner Band irgendwie klug in der Griff bekommen müssen. Aber für Shows in Karlsruhe bin ich immer zu haben und halte auch stets die Augen danach offen!

Danke dir für das Interview!

> Sebastian Dracu auf Facebook
> und auf Youtube
> Hier könnt ihr euch das letzte Album “Alive” auf Spotify anhören

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.