Dark Light
Er sieht aus wie einer von Cypress Hill, rappt übers Kiffen und ist auch sonst ein doper Typ. Der Sound: HipHop. Das Trademark: Locken. Der Name: Curlyman. Mit „ICE 276“ kommt jetzt seine zweite EP nach „cvrly as fvck“, mit Produktionen von Enaka, Brenk Sinatra und Max Yeah.

Curly1Foto: RAWRULES
Er sieht aus wie einer von Cypress Hill, rappt übers Kiffen und ist auch sonst ein doper Typ. Der Sound: HipHop. Das Trademark: Locken. Der Name: Curlyman. Mit „ICE 276“ kommt jetzt seine zweite EP nach „cvrly as fvck“, mit Produktionen von Enaka, Brenk Sinatra und Max Yeah.

Mit seiner neuen EP “ICE 276” kehrt der Rapper Curlyman zu den Wurzeln des Battlerap zurück, ohne den Prolo raushängen zu lassen. Dabei sieht der Rapper aus wie einer von Cypress Hill: Lockenmähne, schwarze Sonnenbrille und Snapback. Nach seiner BoomBap EP “cvrly as fvck” veröffentlicht der Rapper aus Karlsruhe jetzt seine zweite EP “ICE 276”. Darauf bleibt der bekennende Weedhead zwar “cool wie Eistee”, teilt aber auchungewohnt viel aus.

Der ICE 276 verbindet Karlsruhe und Berlin. Diese Strecke war bis vor kurzem fast schon das Zuhause von Curlyman. Ein Bein hier, ein Bein dort, ein Leben im Spagat. Lange konnte das nicht gut gehen, also zog es ihn nach Berlin. Einst bewohnte er die berüchtigte Rap-WG mit dem Produzenten Enaka und den Rappern Signer und Schote in der Fächerstadt. “Der ganze Vibe in der WG war einfach voll HipHop. Den ganzenTag laufen irgendwo Beats, jeder ist am rappen. Du kannst dich dem nicht entziehen.”

Zu Beginn: Niedere Beweggründe

Jetzt rappt sich Curly auf der EP durch fünf unterschiedliche Produktionen. In “Will ich nich” droppt Curly Ansagen über einen rasselnden Trapbeat, einer der gelungensten Songs dieser Platte. “Das ist ein wenig zu meinem Motto geworden. Ich mache was ich will und lasse mir da ungern von jemandem reinreden.“ Der Rapper ist mittlerweile auch als Songwriter für große Produktionen und Studios in der Republik unterwegs, wie zum Beispiel für die Berliner Band Culcha Candela. Dafür gibt es in der Szene nicht nur Fame, aber Curly hat dafür die passende Antwort in dem Song “Will ich nich” parat: “Sie sagen mach lieber kein Feature mit Culcha, aber ich schreibe Hits, sie sagen mach lieber ein Feature mit Savage, doch das will ich nicht.

 

Angefangen hat der Rapper kurz nach dem Millenium. Die Alben und Mixtapes von Die Sekte und Samy Deluxe liefen damals im CD-Player heiß. Die goldene New-York-Ära mit Big L, Nas und Co entdeckte er erst etwas später für sich. Damals tourte er mit seiner Crew “Niedere Beweggründe” zu allen Battles im Umland. “Wir haben die Rapper schon vor dem Club in der Cypher mit Freestyles kaputtgemacht. Bei den heute populären Written Acapella Battles kann ich mir im Moment nicht vorstellen anzutreten, das würde mich einfach zu viel Zeit kosten, weil ich solche Dinge sehr akribisch vorbereite. Da schreibe ich lieber einen Song. Ich feier das Konzept an sich aber voll ab und bin regelmäßig bei den „Dont let the Label label you“ Battles in Berlin am Start und zieh mir das rein. Und Freestyle-Battles wie früher, gibt es ja leider nicht mehr viele.“ Seine Liebe zu Dope und Icetea findet sogar den Weg auf die EP.

Wer braucht Hustensaft? Curly trinkt Icetea

Dabei hegt der Rapper eine echte Liebe zu dem zuckrig süßen Erfrischungsgetränk. “Ich feier ab das es da soviele verschiedene Sorten gibt, ohne Icetea geht bei mir gar nichts, der begleitet mich schon länger als alles andere.“ Für sein Album zieht es den Rapper in den Schoß des Raps nach New York, wo er zusammen mit seinem Homeboy und Produzenten Enaka an einem Album schreiben will. Es wird definitiv nächstes Jahr erscheinen. Wann genau kann ich noch nicht sagen. “

Zurzeit ist Curly mit Rapper Errdeka auf Tour und danach wieder im Studio. Was sagt der Rapper zur Karlsruher Rap-Szene?

Die Szene ist nicht groß und wirkt von außen vielleicht auch ein wenig unscheinbar. Aber da gibt es einige aktive Leute, die auch verschiedene Stile repräsentieren. Da wären, um nur einige zu nennen: Signer, Schote, BDad, Chassid, Big Digga und Erabi. Ich hab mich in der lokalen Szene aber hauptsächlich innerhalb meiner Gäng bewegt und mein Ding gemacht. Natürlich ist die Szene nicht mit Berlin vergleichbar, aber das zum Großteil einfach an der Größe der Stadt. Mit dem Combo hat die Stadt auch ein richtiges HipHop Jugendzentrum in dem ein Studio ist und in dem viel gesprüht wird.

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Eine Hymne für die Gang

Auch wenn Karlsruhe nicht Raphauptstadt ist, ist ihm seine Crew wichtig: “Es ist doch einfach das Größte, mit seinen Homies Musik zu machen und abzuhängen. Den Fehler, dass sie viele Leute auf dem Weg vergessen, machen leider viele“ Mit “Was wollt ihr machen” widmet er seiner Gang eine Art Hymne. Ein Mann ist eben immer nur so gut wie seine Crew.

Ob er noch aktuellen Rap höre?

Nein, eigentlich so gut wie gar nicht, wenn dann eher Ami-Rap. Aber ich habe neulich auf Tour mit den Jungs von “Dicht & Ergreifend” im Tourbus das neue Fatoni Album gehört, das feiere ich hart.” Wir sind gespannt auf die neuen Icetea-Sorten, die Curly in New York diggen wird, aber noch mehr auf das Album. Bis dahin pumpen wir “ICE 276”, vom lockigsten Rapper der Welt.

Mehr Infos im Web:

“ICE 276” bei Amazon

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