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Am 14. Juni 2014 zwischen 13 und 20 Uhr findet zum dritten Mal der Support The Underground Kulturmarkt im Vanguarde statt. Daher trafen wir uns zum Interview mit der Veranstalterin Nadine Bers. Mit von der Partie war auch Larissa Mantel, die das Plakatdesign für das aktuelle Event gestaltet hat und selbst als Ausstellerin am 14. Juni dabei sein wird.

Am 29. November 2014 zwischen 13 und 20 Uhr findet zum dritten Mal der Support The Underground Kulturmarkt im Vanguarde statt. Daher trafen wir uns zum Interview mit der Veranstalterin Nadine Bers. Mit von der Partie war auch Larissa Mantel, die das Plakatdesign für das aktuelle Event gestaltet hat und selbst als Ausstellerin am 29. November dabei sein wird.

Bei Support The Underground präsentieren sich Designer und Künstler aus verschiedenen Bereichen, die mit ihren selbstgemachten Produkten ein Zeichen gegen ausufernde Konsumkultur und Massenware setzen möchten und sich ausdrücken wollen. Die Aussteller aus Karlsruhe und Umgebung zeigen ihre Produkte, klären darüber auf und bieten das Ganze natürlich auch zum Kauf an.

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Kavantgarde: Der Support The Underground Kulturmarkt findet nun schon das dritte Mal im Vanguarde statt. Wie waren deine Erfahrungen bisher, was nimmst du positives, was nimmst du negatives mit?

Nadine: Am Anfang war ich sehr sehr aufgeregt, wie immer, wenn man etwas Neues startet. Eigentlich wollte ich den Kulturmarkt eher am Schlachthofgelände ausrichten. Nachdem ich aber Jakob Siegmund kennengelernt hatte und wir innerhalb kürzester Zeit ein gutes Team wurden, war ich zuversichtlich, dass es auch im Vanguarde und daher ein wenig ab vom Schuss, ein Erfolg wird. Ab dem zweiten Mal hat sich das Event ja sogar auf den ganzen Tempel ausgebreitet, sodass wir auch die Scenario Halle nutzen konnten. Es war schön, wie das Interesse der Leute wirklich da war, wie dieses Besondere des Handmade-Charakters angenommen wurde. Es ist beeindruckend, dass es doch viele Leute gibt, die das zu schätzen wissen, die eben keine Bangladesch-Ware wollen, sondern auf eigenständig und lokal Produziertes setzen. Was natürlich schwierig ist, wenn eine Veranstaltung wächst, ist, dass es immer schwieriger wird geeignete Aussteller zu finden. Ich möchte nicht auf jedem Markt dasselbe präsentieren, sondern jedes Mal etwas Neues parat halten. Daher suche ich immer neue Künstler und Produzenten, die sich bei unserem Kulturmarkt präsentieren möchten.

Kavantgarde: Was erwartest du von den Ausstellern bei Support The Underground?

Nadine: Es ist mir schon wirklich wichtig, dass die Leute, die bei uns ausstellen wirklich eine originelle Idee haben, die sie auch selbstständig umsetzen und nichts kopiert wird. Es muss schon wirklich etwas Besonderes sein, etwas das beim ersten Blick hängen bleibt und eine Emotion auslöst. Sobald etwas schon in jedem Laden zu kaufen ist, ist das nichts mehr für uns. Wir suchen besondere Dinge.

Larissa: Es wäre ja auch einmal lustig, wenn eine Oma mit ihren Strickpullis kommt, wir wollen nur keine großen Firmen. Schön wäre natürlich, wenn aus Mannheim oder Heidelberg noch Aussteller dazukommen würden.

Nadine: Wichtig ist aber, dass die Aussteller einen Bezug zu Karlsruhe haben, da das Kulturamt unsere Idee fördert und wir daher die Auflage haben, dass die Leute, die bei uns mitmachen etwas mit unserer Stadt zu tun haben.

Kavantgarde: Wie ist es denn mit der Altersverteilung?

Nadine: Da sind wir wirklich breit gefächert, letztes Mal hatten wir eine 19, 20-Jährige dabei und der älteste Aussteller war so zwischen 40 und 50. Das finde ich auch wirklich cool, dass sich die Leute hier treffen und sich austauschen, weil sie eine gleiche Leidenschaft haben.

Kavantgarde: Ihr habt ja auch immer einen Nebenact dabei, was ist diesmal geplant?
Nadine: Da ist im Augenblick noch nichts spruchreif, es wird diesmal aber keine Band werden. Ich bin gerade in Gesprächen mit mehreren Leuten, aber ich denke wir werden da wieder ein schönes Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. DJ Katze und DJ Vogel sind bereits für die musikalische Untermalung an Board und die Leute vom Underground Dinner sorgen für das Catering.

Kavantgarde: Larissa, du machst selbst ja Postkarten und hast seit dem zweiten Mal bei Support The Underground ausgestellt. Was kannst du Interessenten mitgeben, die sich vielleicht noch nicht trauen?

Larissa: Für mich ist es vor allem toll gewesen die anderen Leute in Karlsruhe kennenzulernen, die kreative Handmade-Sachen machen, da bildet sich so eine Art Community und Konkurrenz ist kein Thema, da gibt es so eine Art kreative Akzeptanz untereinander, man überlegt eher, ob man nicht mal gemeinsam etwas machen könnte. Man lernt so viele neue Leute kennen und man findet natürlich auch tolle Sachen, die man für sich selbst kauft.

Kavantgarde: Wie viele Aussteller sollen diesmal bei Support The Underground dabei sein und wieviele hast du schon?

Nadine: Ich denke momentan habe ich ungefähr ein Drittel der Aussteller. Ich möchte so auf 35 bis 40 kommen, aber es nicht mehr so quetschen wie beim Mal, sondern alles ein bisschen entzerren. Die Größe der Stände ist dabei natürlich variabel.

Kavantgarde: Verdienst du mit Support The Underground Geld?

Nadine: Mein Papa nennt es schon immer brotlose Kunst, also leider bleibt da nichts bei mir hängen. Ich habe natürlich das Catering, Werbung etc. und das zahle ich alles aus den Standgebühren und der Förderung vom Kulturamt. Immerhin zahle ich nicht mehr drauf. Aber der Zuspruch, den ich damit bekomme, das tut mir schon wirklich gut und deswegen mache ich das auch. Natürlich stelle ich auch selbst aus, aber das ist eigentlich nur ein Taschengeld um an den anderen Ständen einzukaufen.

Kavantgarde: Vielen Dank euch für das Gespräch, wir freuen uns auf die Vernanstaltung am 14. Juni!

Links:
https://www.facebook.com/supporttheundergroundKA
https://www.facebook.com/events/1397969430470953/?fref=ts
http://events.kavantgar.de/4458
http://www.larissamantel.com

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