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Meet The Maker Designmarkt Karlsruhe 2011

Am Samstag den 10.09.2011 feiert der erste Open Air Designer Markt Deutschlands „Meet the Maker“ im Karlsruher Schlachthofareal um 09:00 Uhr Premiere. Lokale Designer und Betriebe aus den Bereichen Schmuck, Textil, Mobiliar und Mode stellen hier den ganzen Tag bis 24 Uhr ihre Kreationen aus. Der Eintritt ist frei. Für zahlreiche Musik-Acts und Bewirtschaftung ist ebenfalls gesorgt. Wir haben die Veranstalter der Wunschkultur (Katharina Langpeter und Mojique Herrmann) bei einem ihrer Aussteller „Schriftgestalten“ getroffen und einiges für euch in Erfahrung gebracht. In folgendem Interview spricht Wunschkultur über ihr aktuelles Projekt “Meet The Maker”, gibt einen Einblick in die Entwicklung der Karlsruher Kulturszene und verrät uns welche Projekte für das ausstehende und das kommende Jahr geplant sind.

Hier geht’s zum “Meet The Maker Designmarkt” im Kavantgarde Eventkalender…


Interview mit Katharina Langpeter und Mojique Herrmann von Wunschkultur
Bericht und Interview von Sandro Novarini Montero

Katharina Langpeter & Mojique Herrmann von Wunschkultur

Wer seid ihr und was macht ihr?

Katharina: Wir sind eine in Karlsruhe ansässige junge Eventagentur für Kulturveranstaltungen und außerdem auch eine Künstlervermittlung. Wir versuchen dadurch einfach noch mehr, ernst gemeinte kulturelle Veranstaltungen nach Karlsruhe zu bringen. Neue Sachen oder Dinge, die die Leute schon kennen und diese intensivieren möchten.

Was genau kann man sich unter „Meet the Maker“ vorstellen? Welche Grundidee steckt dahinter?

Mojique: Die Grundidee war folgende: Wir sind nicht nur gerne dabei Veranstaltungen zu organisieren und in die Welt zu rufen, sondern reisen auch gerne. Ich war erst letztes Jahr in Amerika und da ist mir wieder aufgefallen, dass es in vielen größeren Städten Märkte gibt, die im Freien stattfinden. Was wir hier in Karlsruhe zu genüge haben, finde ich, sind Flohmärkte, die machen Spaß, die kennt jeder und die gibt es auch schon seit langem. Aber es gibt wenige Märkte, wo kleine Labels und Einzelpersonen die Möglichkeit haben zu zeigen, was sie produzieren. Klar, wir haben so ein Paar Seifenhersteller, die gibt es immer mal wieder und es gibt auch einen Kunsthandwerker Markt in der Art und Weise. Aber dass das Ganze auch frei zugänglich ist und man mal sehen kann, hier wird was gearbeitet, in den Hinterräumen, in den kleinen Betrieben, die man vielleicht gar nicht kennt, ist nicht möglich. Und genau das ist uns wichtig, dass man so etwas sehen kann und dass die Leute, alt und jung, alle Generationen zusammen kommen und so etwas beobachten können. Hier in Karlsruhe gibt es immer nur diesen Schwerpunkt auf Technologie und wir wollen so ein bisschen zeigen, dass es auch Design und Kunst und der gleichen gibt und dass es Kreativität außerhalb der Universitäten gibt.

Katharina: Vielleicht kann man es sich am einfachsten so vorstellen, wenn man ganz unten einen Flohmarkt hat, wo es z.B. auch Möglichkeiten gibt, Kunsthandwerk auszustellen und dann die großen Designmessen hat, dann liegen wir irgendwo dazwischen. Wir sind kein Kunsthandwerker Markt. Das betonen wir ganz deutlich. Wir sind ein Designmarkt. Der Unterschied ist wahrscheinlich der, dass es einfach Unikate sind, die wir ausstellen, während bei einem Kunsthandwerker Markt auch Duplikationen möglich sind.

Was können die Besucher erwarten?

Mojique: Sie können zunächst Mal neue Dinge sehen, sie haben die Möglichkeit, nicht nur die kreativen Objekte oder Werkstücke zu betrachten, sondern sie können sie auch käuflich erwerben. Sie haben weiter die Möglichkeit zu Speisen und zu trinken, Sie haben die Möglichkeit die Fleischmarkthalle und das Substage mal von innen zu sehen. Sie haben außerdem die Möglichkeit mit den Künstlern oder den Designern in dem Falle in Kontakt zu treten, weil ja alle vor Ort sein werden. Für Familien mit Kindern gibt es auch noch die Option, dass sie ihre Kinder in das Eine-Welt-Theater bringen. Da gibt es Puppentheater und kreatives Arbeiten mit den Kindern und somit hätten die Kinder etwas zu tun und die Eltern können sich auf den Markt konzentrieren.

Aus welchen Bereichen stammen die Exponate?

Mojique: Die Exponate sind aus ganz verschiedenen Bereichen. Das war uns auch ganz wichtig. Die Aussteller wollen natürlich auch etwas verkaufen. Einige sind wirklich für rein repräsentative Zwecke vor Ort, um sich vorzustellen bzw. ihre Dienstleistung anzubieten. Andere wollen wirklich ihre Produkte verkaufen. Um dem gerecht zu werden, wollten wir versuchen verschiedene Bandbreiten rein zu bringen: Schmuck, Textilsachen, Mode, Möbel und alte Piaggio Vespas werden gezeigt. Allerdings gibt es nicht nur teure Produkte, sondern auch welche die sich im 10-30€ Bereich bewegen.

Was erhofft ihr euch vom Desginmarkt „Meet the Maker“?

Katharina: Wir erhoffen uns vielerlei Dinge. Ganz besonders wichtig für uns war jetzt erst einmal die Zusammenarbeiten zu sehen, eben durch dieses Vernetzungsprojekt Design am Oberrhein, in das wir integriert worden sind, ganz speziell in den Design Sommer. So z.B. die HfG‘s von Offenburg, Straßburg und Karlsruhe, die junges Design gezeigt haben oder auch eine KMK, die im Messe- und Kongressbereich ziemlich weit oben sind, und dass eine kleine Eventagentur wie wir oder die MIKA hier mitgewirkt haben. Dieser Zusammenschluss war einfach tierisch spannend zwischen den einzelnen Mitgliedern.

Zum anderen ist es einfach ein Beitrag zur Kulturlandschaft Karlsruhe, dass Designern die Möglichkeit geboten wird auszustellen. Und vor allen Dingen, dass wir mit diesem Projekt viele Zielgruppen ansprechen, weil unser Leitmotto ist ja „Kultur ist für Jeden“. Deshalb ist der Markt auch umsonst. Wir hoffen natürlich auch, dass dieser Markt wieder stattfindet, größer wird und große Zusprache findet.

Karlsruhe gilt als Technologiehochburg. Wie schätzt ihr die aktuelle Entwicklung in der Karlsruher Kulturlandschaft ein?

Katharina: Ich denke Karlsruhe ist auf einen guten Weg, weil es viele Institutionen gibt, die dazu beitragen. Dazu gehört Wunschkultur, KOHI, Kavantgarde etc. Institutionen die, ganz wichtig, nicht in Konkurrenz stehen, sondern in Zusammenarbeit und genau das ist glaube ich der richtige Weg, um das voranzutreiben. Und dann sehe ich das auch in Hinblick auf die nächsten fünf Jahre positiv.

Mojique: Wir freuen uns schon auf die ersten U-Bahn Parties!

In der Vergangenheit habt ihr bereits mehrere Projekte ins Leben gerufen, die zur Förderung der lokalen Kulturszene beigetragen haben, wie z.B. die FKK- Frischfleisch Ausstellung. Wie ist das Projekt beim Publikum angekommen?

Mojique: Das besondere an unseren Veranstaltungen finde ich, ist vor allem, dass Leute aller Altersgruppen auf uns zukommen. Wir haben unsere Stammgäste bei allen unseren Veranstaltungen nicht nur in bei der „FKK-Ausstellung“, sondern auch bei „Wünsch dir was“. Die Menschen kommen dezidiert zu unseren Veranstaltungen und das freut uns. Der Wusch nach mehr ist da!

Was sind eure Pläne für das restliche Jahr und für das Jahr 2012?

Katharina: Wir haben zwei neue Projekte hinzubekommen. Zum einen machen wir mit dem Künstlerduo „rhimix“ zusammen das Karlsruhe „Art Battle“. Das kann man sich so wie ein Poetry Slam vorstellen, nur eben mit Bildenden Künsten. Es treten jeweils vier Künstler aus verschiedenen Bereichen der Kunst am Abend gegeneinander an und das Publikum entscheidet. Dann haben wir noch den 2. Freitag im Monat im Carambolage, den wir mit einem „Funky Friday“ belegt haben. Und nach wie vor „Wünsch dir was“. Und 2012 wiederholen wir alle Veranstaltungen und noch viel mehr!

Abschließende Worte

Mojique: Wir heißen Wunschkultur und dieser Name ist auch Programm bei uns. D.h., wenn Leute sich danach fühlen Wünsche zu äußern, nach Veranstaltungen die sie gerne mal haben möchten, dann dürfen sie das gerne tun per Mail, Telefon etc. Wir arbeiten gerne auch mit neuen Leuten zusammen und kriegen gerne Input. Das macht uns Spaß.

Katharina: Kultur ist für jeden!

Danke für das Interview!

Katharina Langpeter & Mojique Herrmann von Wunschkultur

Bericht und Interview von Sandro Novarini Montero

Hier geht’s zum “Meet The Maker Designmarkt” im Kavantgarde Eventkalender…

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