Dark Light
Der junge Karlsruher Musiker mit Wurzeln in Kamerun ist mit Sicherheit einer der talentiertesten Newcomer den diese Stadt aktuell zu bieten hat. Er produziert seine Beats alle selber und rappt sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Innerhalb von etwa einem Jahr hat er zwei Solo-Online-Releases auf Soundcloud und Spotify veröffentlicht und an zahlreichen anderen Releases als Produzent mitgewirkt. Nebenbei hat er sein Abitur gemacht. Der Junge hat also nicht nur Talent sondern auch eine ganze Menge Power und Antrieb. Eine vielversprechende Konstellation die uns motiviert hat, mit ihm ein Interview zu führen, um herauszufinden was ihn geprägt hat und welche Ziele er verfolgt.

Vorhang auf für Düke!

Der junge Karlsruher Musiker mit Wurzeln in Kamerun ist mit Sicherheit einer der talentiertesten Newcomer den diese Stadt aktuell zu bieten hat. Er produziert seine Beats alle selber und rappt sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Innerhalb von etwa einem Jahr hat er zwei Solo-Online-Releases auf Soundcloud und Spotify veröffentlicht und an zahlreichen weiteren Releases als Produzent mitgewirkt. Nebenbei hat er sein Abitur gemacht. Der Junge hat also nicht nur Talent sondern auch eine ganze Menge Power und Antrieb. Eine vielversprechende Konstellation die uns motiviert hat, mit ihm ein Interview zu führen, um herauszufinden was ihn geprägt hat und was er für Pläne hat. Außerdem hat er uns seinen Künstler Steckbrief ausgefüllt, in dem wesentliche Grundsatzfragen wie “Biggie oder Tupac” geklärt werden und wir ihn über seine Lieblingsorte in Karlsruhe befragt haben. Zum Steckbrief gelangt ihr hier! Jetzt aber erstmal viel Spaß mit dem Interview.

Wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Düke ,bin 19 Jahre alt und mache Musik. Ich produziere und rappe. Aber meistens produziere ich Musik. Viel auch für andere Künstler.

Seit wann machst Du Musik und wie bist Du zum Rap gekommen?

Ich mache Musik seit dem ich ca. 12/13 Jahre alt bin. Mein Vater hatte in Kamerun ein Musikstudio, sodass Musik schon immer um mich herum war. Musik machen ist einfach in mir verwurzelt.

Angefangen habe ich damals mit einer Bassgitarre. Später kam dann noch Gitarre und Schlagzeug dazu. Irgendwann habe ich dann in einer Schulband verschiedene Live Instrumente gespielt. Aber als ich dann das erste Mal den Rapper Tyga gehört habe, hat mir das so gut gefallen, dass ich angefangen habe mit Programmen Musik zu produzieren. Zuerst habe ich mit MAGIX Music Maker rumgespielt und Sachen ausprobiert. Das hat sich dann entwickelt. Ich wollte einfach nicht mehr auf Free-Beats aus dem Internet angewiesen sein.

Wie würdest Du deinen musikalischen Stil beschreiben?

Ich versuche mich sehr breit aufzustellen. Mir ist Vielfalt sehr wichtig. Ich möchte nicht nur in einem Bereich aktiv sein, sondern z.B. auch mit Sängerinnen und Sängern zusammenarbeiten. Mein Traum ist es einen Song zu produzieren der sowohl einem einjährigen, als auch einem 90ig-jährigen Menschen gefällt. Ich bin daher nicht festgefahren auf eine Musikrichtung. Rap, Pop, RnB, Soul, egal.

Gerne wird Rap ja in Kategorien wie „Boom Bap“, „Cloud Rap“ oder „Trap“ gesteckt. Was hältst Du von diesen Schubladen und in welche Schublade würdest Du dich selber stecken, wenn Du müsstest?

Ich feiere auf jeden Fall Trap. Mag aber auch Boom Bap. Live macht Trap halt viel mehr Spaß, weil das Publikum viel mehr abgeht, als bei einem ruhigen Storyteller. Aber einordnen kann und möchte ich mich trotzdem nicht.

Welche Musiker haben dich auf deinem Weg bis heute am meisten inspiriert?

Damn! Das ist schwer. [denkt lange nach]

Kendrick Lamar, Tupac, Future, 50 Cent. Bei Kanye West gefällt mir, dass er keine Regeln zulässt und einfach sein Ding durchzieht. Tyga nicht mehr so sehr wie früher aber die aktuellen Sachen von ihm, gefallen mir eigentlich immer noch.

Du bist ja sowohl Rapper als auch Produzent. Welcher Bereich fällt Dir leichter, bzw. welcher Bereich macht Dir mehr Spaß?

Produzieren fällt mir ein bisschen leichter. Beim Rappen, aber vor allem das Hook schreiben. Mir fällt so gut wie immer eine Hook ein!

Wenn ich einen Beat produziert habe und darauf rappe macht mir das aber alles Spaß. Vor allem am Ende damit auf der Bühne zu stehen. Einfach Lit!

Gib uns mal bitte einen Einblick in dein Produktions-Setup. Wie und mit welchen Geräten und Instrumenten produzierst Du deine Musik?

Mit meinem Windows Laptop von 2014 und einer relativ billigen Soundkarte. Früher habe ich mit dem Programm Cubase gearbeitet. Aber, irgendwann bin ich auf FL Studio umgestiegen. Jetzt recorde und produziere ich komplett mit FL Studio. Dazu verschiedene Plugins wie Nexus, Firebird etc.. Leider habe ich, wahrscheinlich wegen der Soundkarte, beim Aufnehmen ab und zu eine Latenz die wir dann immer irgendwie umtricksen müssen. Außerdem muss ich irgendwann mal mein FL Studio updaten. Ich bin noch auf Version 10 dabei gibt es schon Version 20 oder so. [lacht]

Ach und ich habe ein MPK Mini Keyboard und Pad Controller von Akai und ein Rode NT1 Mikrofon.

Ich denke entscheidend ist aber nicht mit welcher Technik man arbeitet, sondern was man daraus macht.

Du veröffentlichst deine Songs auf Youtube auf dem Channel von „TGANG RECORDS“. Was hat es damit auf sich und welche Künstler sind alle mit in deiner Crew?

Das ist eigentlich eher eine Gang als ein Label. Wir nennen uns auch TCIF (This Clique is fresh).
Ende 2016 habe ich mich mit Ojay zusammengesetzt und dann haben wir das Projekt gestartet. Mittlerweile sind wir 7 Leute in der Crew. Dazu gehören jetzt Ojay, Taz, Vale, Stivy Jay, Snowleo, Acidlit und ich!

Hast Du andere Karlsruher Rapper auf dem Schirm die nicht Teil deines Umfelds sind? Nimmst Du eine Karlsruher Szene wahr?

Ganz klar Ulysse, ihn kenne ich auch persönlich. Oder natürlich Haze. Auch wenn ich mit dem „Gangster Film“ nicht so viel anfangen kann. Dennoch respektiere ich beide natürlich sehr für das, was sie geschaffen haben. Ah und gibt es nicht noch einen Erabi? Der macht auch gute Sachen. Aber sonst leider niemanden.

Gibt es sonst Künstler mit Denen Du gerne mal einen Song machen würdest? Was wäre ein Traumfeature für dich?

Ein Song zusammen mit Calvin Harris wäre krank! Angel Haze, Rapperin aus den Staaten. Mit Drake wäre es auf jeden Fall auch cool. [lacht]

Gibt es ein aktuelles Projekte von dem Du uns erzählen kannst?

Gestern hat mich Sven Lüchtenborg (top 16 Teilnehmer der aktuellen DSDS Staffel) nach Frankfurt zum Videodreh eingeladen. Ich kicke auf einem Song von ihm einen Part. Außerdem mische und master ich wahrscheinlich für ihn den Song.

Ansonsten noch viele weitere Projekte mit meiner Crew. Aber auch mit einer Sängerin ist was geplant.

Wie kam es zu der Kollabo mit Sven Lüchtenborg?

Er hatte für einen Song einen Rapper gesucht der auf englisch rappt. Paar Fans haben mich dann bei ihm vorgeschlagen und so wurde er auf mich aufmerksam.

Vor einem guten Jahr hast Du „Potential Vol.1“ auf Soundcloud gestellt und vor wenigen Monaten hast Du mit „Potential 2“ nachgelegt. Um was geht es Dir mit dieser Reihe und arbeitest Du schon an „Potential 3“?

[lacht] Mich reizt es mein Potenzial auszuschöpfen und mit dieser Reihe versuche ich mein Potenzial immer weiter zu pushen.

Ja, „Potential 3“ wird kommen. Da bin ich sogar schon dran. Diesmal auch mit Feature Gästen aus Amerika. Aber vorher wird es auf jeden Fall noch ein anderes Release von mir geben. Ich habe Pläne für ein Producer Album. Und irgendwann dann mein Debut Album.

Was steht sonst so in Zukunft an? Was kann man von Dir erwarten?

Zum Glück melden sich gerade sehr viele Künstler bei mir, die mit mir arbeiten wollen. Ich würde mich echt gerne in 10 Personen aufteilen können, um alles machen zu können was sich gerade anbietet. [lacht]

An der Stelle ein wichtiger Rat von mir:

Seit dem es ein bisschen bei mir läuft, kommen wie gesagt viele Leute auf mich zu, die mit mir arbeiten wollen. Bis zum heutigen Tag habe ich schon sehr viel Zeit investiert. Es hat lange gedauert und ich habe viel Energie reingesteckt. Schlaflose Nächte während der Schule etc. um die Programme zu lernen und mit der Stimme und dem Recording zu experimentieren. Mein Rat ist, mach dich unabhängig und kaufe dir Equipment. Steck dein Geld lieber in Technik als in teure Nikes!

Ich hasse es meine Zeit zu verschwenden! Leider habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Es gibt Menschen die kommen zu Dir und wollen direkt von deinem Kuchen essen, ohne selber richtig in die Sache zu investieren. Das geht nicht! Ich will mit Leuten arbeiten die Potential haben, sich Mühe geben und wirklich was bewegen wollen. Komm nicht zu mir und erwarte von mir, dass ich dich zum Star mache. Ich bin ja selber noch ganz unten.

Auf den meisten deiner bislang veröffentlichten Songs rappst Du auf Englisch. Vor ein paar Tagen ging aber auch dein erster Deutschrap Song „Rolex“ online. Wirst Du auch in Zukunft auf Deutsch rappen oder wie sieht diesbezüglich dein Plan aus?

Für Hooks auf Deutsch bin ich immer offen. Parts rappe ich aber nicht so gerne. Aber ich produziere sehr gerne für andere Rapper die auf Deutsch rappen.

Vor kurzem konnte man dich beim „Beat Klub“ mit deiner Crew Live auf der Bühne sehen. Da habt ihr auf jede Fall einen stabilen Turnup hingelegt. Was bedeutet es dir live aufzutreten?

Da sieht man wofür man das alles macht! Wenn du siehst wie die Leute auf deine Beats bouncen und schwitzen wegen deiner Musik, ist einfach das Beste was es gibt. Wenn die Crowd abgeht, LIT! Ich würde am liebsten vor einer Millionen Menschen auftreten. [lacht]

Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deiner Musik. Die Abschließenden Worte gehören Dir.

Am 20. Juli trete ich mit meiner Crew um 19 Uhr auf Das Fest auf! Wir haben da einen Slot von 40 Minuten. Das wird krank. Kommt da alle hin.

Danke für das Interview.

Weitere Infos über Düke erfahrt ihr HIER in seinem Steckbrief!

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