
Vor Begeisterung stumm – die 10. Karlsruher Stummfilmtage
Welche Kraft bewegte Bilder und Musik haben, ganz ohne Worte, beweisen die 10. Karlsruher Stummfilmtage „Fritz Lang und seine Stars“ vom 1. – 4. März im ZKM und im Studentenhaus auf dem KIT Campusgelände.
Fritz Lang prägte als Regisseur die Filmgeschichte, indem er ästhetische und technische Maßstäbe setzte und damit zahlreiche wegbereitende Filmklassiker schuf. Die Stummfilmtage zeigen aber nicht nur Langs Werke wie „Die Nibelungen“ oder „Spione“, das Programm bietet weiterhin Komödien von Lilian Harvey und Willy Fritsch oder im “Kulinarischen Kino” Eichbergs „Die keusche Susanne“. Darüber hinaus werden Melodramen und zusätzlich spannende Live-Musik-Performances im neu eingeführten Filmkonzert gezeigt. Dabei wird das “Kammerflimmer Kollektief” den russischen Science-Fiction-Film „Aelita – die Königin des Mars“ musikalisch live begleiten.
Ein weiteres Highlight liefert der Liebesfilm „Seventh Heaven“ von Frank Borzages, der in Partnerschaft mit einem französischen Stummfilmfestival gezeigt wird. Dessen Hauptdarstellerin Janet Gaynor damals den ersten Oscar der Filmgeschichte für ihre Rolle in diesem Film gewann. Welche Ironie des Schicksals, dass gerade vor wenigen Tagen der französische Stummfilm “The Artist” mit fünf Oskars ausgezeichnet wurde und dem eingestaubten Genre damit frische Popularität verleihen wird. Den Organisatoren der Karlsruher Stummfilmtage soll‘s recht sein.
Was wir von den 10. Karlsruher Stummfilmtage erwarten können, haben wir den Leiter der Stummfilmtage Josef Jünger gefragt.

